Blühende Wegränder ? - Das war einmal...

Was ist so bedrohlich an Margeriten am Wegesrand? Was ist so wichtig, dass man sie an unseren Straßenrändern beseitigt?

Weg-und Straßenränder kahlrasiert, Banketten abgeräumt, Feldwege beidseitig gemäht, Grabenränder bis zur Sohle von jeglicher Vegetation befreit - was ist los in deutschen Fluren? Sind Todesstreifen neuerdings wieder modern?

 

Von allem Lebendigen befreit präsentieren sich in diesen Wochen Wege und Straßen in und um Elmshorn. Es sind die letzten Blütenstreifen mit Gräsern, Stauden und Wildblumen, die sich in unserer nahezu ausgeräumten Umwelt noch hervor wagen. Blütenstreifen als oftmals letzte Nahrungsquellen für hungrige Bienen, Schmetterlinge und Hummeln. Sie ziehen gerade in dieser Zeit ihre Brut hoch und werden elendig verhungern müssen, da ordnungsbesessene Menschen ihnen diese Nahrungsquellen nehmen. Denn längst sind Äcker, Wiesen und Fluren von jeglichem Leben befreit. Opfer von Pestizidduschen und Gülleregen. Und immer noch betonieren wir in unserer Republik täglich über 100 Fußballfelder unter neuen Gewerbeflächen, unter Straßen oder Wohnbebauung zu. Und immer stärker wird unsere restliche Tierwelt durch den zunehmenden Straßenverkehr und die wie Pilze aus dem Boden schießenden Windkraftanlagen dezimiert. 

 

Und jetzt - nachdem wir unsere Republik von Naturresten weitgehend gesäubert haben- geht es mit teutonischer Inbrunst und Perfektionslust dem letzten Wildwuchs an Wegrändern und Gräben an den Kragen.

 

Wir fragen uns, was das soll? Warum breitet sich diese Unsitte in Städten und Gemeinden und bei Straßenmeistereien immer stärker aus? Warum werden heute selbst auf einsamsten Feldwegen die letzte Blumen unnachgiebig geköpft? Ist es Angst, dass Natur uns überwuchern könnte? Angst vor zu viel Unordnung in unserem übersichtlichen, allseits regulierten Gemeinwesen? Oder sogar eine Panikreaktion ob der Sorge, dass wildwuchernde Blumen und Gräser die Lebensadern unseres wohlbehüteten Wirtschaftssystems zu blockieren drohen? Oder doch nur nur eine hysterische Überreaktion einer kranken und weitgehend naturentfernten Gesellschaft?

 

Höchste Zeit in jedem Falle für die Politik, hier einen wirksamen Stopp zu markieren. Einhalt zu bieten dieser unsinnigen und naturschädlichen Praxis an unseren Straßen und Wegrändern. Mit Ausnahme von wenigen, sparsam vollzogenen Aktionen

an Hauptverkehrsstraßen, müssen die Vernichtungsaktionen gegen die Straßenrandnatur       - wenn dann überhaupt sinnvoll - auf den Herbst verschoben werden, um die schädlichen Auswirkungen auf unsere Natur in Grenzen zu halten.

 

Unsinnig, überflüssig und schädlich - Naturvernichtung wo man hinschaut.

Wie krank ist unsere Gesellschaft, dass sie so etwas toleriert?

Mega-Rotoren in der Marsch?

Mit großer Skepsis verfolgt der NABU die Pläne der schleswig-holsteinischen Landesregierung zum weiteren Ausbau von Windkraftanlagen in der Seestermüher, Groß Nordender und Neuendeicher Marsch vor den Toren der Städte Uetersen und Elmshorn.

 

Neben der weiteren Verschandelung der Landschaft sind es vor allem die enormen und bestandsgefährdenden Verluste bei Fledermäusen und Vögeln, die durch die Errichtung der vorgesehenen über 20 Großwindanlagen zu erwarten sind.

 

Diese stehen quer zur Vogelzugrichtung und werden mit großer Sicherheit eine verheerende Wirkung auf die Tag und Nacht ziehenden Gänse, Schwäne, Greifvögel und auf nahezu alle anderen ziehenden Vogelarten ausüben. Stark gefährdet sind jedoch auch alle heimischen Brutvögel, wie Störche, Seeadler, Mäusebussard oder Rotmilan.

 

Wir werden deshalb eine entsprechende Stellungnahme an die Planungsbehörden in Kiel verfassen und darin mit Nachdruck die Aufgabe der Planung in diesem als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesenen Raum einfordern.

 

Besonders enttäuschend reagiert der NABU auch in diesem Falle auf den "grünen" Umweltminister Robert Habeck, der mit vehementer Hartnäckigkeit und einer vorher nie gekannten Rücksichtslosigkeit den Ausbau unseres Bundeslandes zu einem flächigen Industriestandort vorantreibt, ohne die Belange des Landschaftsschutzes und des Artenschutzes auch nur ansatzweise zu berücksichtigen.

Hilfe für den Mauersegler

Im Europa der Urzeit hat er Höhlen in abgestorbenen Wipfeln uralter Bäume zum Brüten nutzen können. Im Mittelalter hat rasante Luftjäger Fugen und Ritzen in Burgen oder Gebäuden aufgesucht. Heute fliegt er immer noch gerne diese Brutmöglichkeiten in älteren Gebäuden an, um in den Sommermonaten seine Brut aufzuziehen. Doch Renovierungen und energetische Sanierung vieler Altbauten machen ihm zunehmend das Leben schwer, da Brutmöglichkeiten immer seltener werden.

 

Der NABU Elmshorn bietet dem Mauersegler daher neue Brutkästen an. Am alten Klärwerksturm an der Kruck hängen jetzt komfortable Nisthilfen. Wir hoffen, dass der wendige und pfeilschnelle Insektenjäger unsere Angebote nach seiner Rückkehr aus Afrika dann auch findet und annimmt. Doch wir werden Geduld haben müssen...

Fünf neue Kästen haben wir für den Mauersegler in luftiger Höhe am alten Klärwerksturm an der Kruck angebracht.

 

Sollten die Nisthilfen eines Tages alle angenommen werden, können wir ihre Anzahl beliebig erhöhen.

Unser Auwaldprojekt an der Krückau - Fortsetzung einer Erfolgsgeschichte

Bereits zum siebenten Mal seit 2011 hieß es am Vormittag des 05. April für gut 100 Schülerinnen und Schüler des Elsa-Brändström-Gymnasiums in Elmshorn sowie für 20 Azubis der Gartenbaufachschule die Gummistiefel anziehen und den Spaten schultern.

 

Fast 600 Bäume und Sträucher mussten am Krückauufer in Bokholt auf einer NABU-eigenen Fläche eingepflanzt werden. Hauptsächlich Flatterulmen, aber auch Hainbuchen, Erlen, Weißdorn und Wildrosen galt es sorgfältig in die Erde zu setzen. Damit der Rehbock und die Weidetiere die jungen Pflanzen nicht sofort wieder zunichte machen, müssen sie sorgfältig mit einer stabilen Umzäunung geschützt werden. Diese kann dann nach etwa sechs Jahren wieder entfernt werden, wenn die Pflanzen groß genug sind.

 

Nach etwa fünf Stunden war die Arbeit erledigt. Wir hoffen auf ein erfolgreiches Anwachsen der Bäume und danken unseren fleißigen Helferinnen und Helfern unserer Partnerschulen, besonders aber den jeweiligen Lehrkräften, die engagiert Hilfen und Anleitungen gegeben haben.  

WINDKRAFT - Todesurteil für den Artenschutz?

Eindringlicher kann es kaum dargestellt werden: der triumphale Sieg der Holcim-Konzerninteressen über den Naturschutz.

 

Über 200 Meter ragen jetzt 16 monströse Windkraftanlagen mitten in die Naturschutzflächen des Breitenburger Moores und der Hörnerauniederung. Nur wenige Meter entfernt vom Seeadler-Brutrevier und mitten in den Jagdgründen von Weihen, Störchen und Kranichen. Andernorts mögen Abstandsregelungen derartige Exzesse vermieden haben, andernorts  haben auch schon Gerichte einer solchen Fehlplanung die Rote Karte gezeigt. Nicht so im Rot-Grün regierten Schleswig-Holstein: Der "grüne" Umweltminister Robert Habeck und seine hochbezahlte Mitarbeiterriege in seinem Ministerium und dem zuständigen Landesamt haben dem örtlichen Natur- und Artenschutz den Rücken gekehrt und sind offenbar eingeknickt vor den Interessen des Holcim Konzern und weiterer örtlicher Profiteure.

 

In der Region östlich von Lägerdorf-Rethwisch hatte sich in den letzten Jahrzehnten auch durch den unermüdlichen Einsatz des amtlichen und ehrenamtlichen Naturschutzes ein El Dorado des landesweiten Artenschutzes erhalten und entwickeln können.

 

Dies alles ist nun vorbei. Früher oder später werden zumindest die Großvögel, werden Uhu,Seeadler, Weißstorch und Rotmilan mit zerfetzten Gliedmaßen elendlich unter den Rotoren verreckt sein. Aber auch Fledermäusen und nahezu allen anderen Vogelarten wird ein solches Schicksal drohen. Und was passiert in nebliger, dunkler oder stürmischer Herbstnacht, wenn Tausende von nordischen Gänsen und Schwänen sich einen Weg durch das Rotorendickicht des Kreises Steinburg bahnen müssen?

 

Eingefleischte Energiewende-Fanatiker werden eine solche Entwicklung unkritisch begrüßen und der Generation, die in diesen Jahren weitgehend in virtuellen Welten aufwächst, wird es wohl egal sein - doch es gibt immer noch viele Mitmenschen, die erschrocken, verbittert und wütend sind über den sich derzeit bietenden dramatischen Wandlungsprozess unserer ehemaligen Kultur-und Naturlandschaften hin zu flächigen Industriestandorten und dies ohne erkennbare Rücksichtnahme auf Ästhetik, Landschaft und Natur.

 

Für wen und für was sollen sich diese Menschen bei kommenden Wahlen entscheiden? Zumal der Strom, der von den dortigen Anlagen produziert wird, nicht abgeführt werden kann - aber im Rahmen der Ökostromumlage von den norddeutschen Haushalten bezahlt werden muss, und zwar jedes Jahr mehr.

Unser Mitglied Kirstin Zoller aus Raa-Besenbek hat eine neue Internet-Seite erstellt.

 

                                               Unter

 

                                  Wildvogel - Rettung.de

 

findest du alles, was du erfahren willst, wenn dir ein hilfloser Jungvogel in die Hände fällt.

Besonders interessant und aktuell sind die Seiten über die Vogelgrippe oder Vogelpest, die sich derzeit einmal wieder in unserem Land ausbreitet.

Infos und Mitmachen beim NABU-Stand in Kölln-Reisiek

Geduld, Ausdauer und viel handwerkliches Geschick bewiesen die ganz jungen Naturfreunde, wenn es darum geht, den Vögeln im Garten eine neue Behausung zu verschaffen.

Besser konnte es kaum laufen: bei 22 Grad und strahlendem Spätsommerwetter präsentierte das Erntefest in Kölln-Reisiek am 25.September  eine willkommene Sonntagsattraktion für zahlreiche Familien, Neubürger und Besucher aus den Nachbarorten.

 

Am Stand des NABU Elmshorn konnte man sich an Bildtafeln über die Aktionen des Verbandes informieren, Kinder konnten Buttons mit attraktiven Vogelfotos aus dem Krückautal selber herstellen und jugendlicher Handerkernachwuchs bewies erstaunliches Geschicklich beim Zusammenbauen von Nistkästen.

 

Eine schöne Gelegenheit, Aspekte unserer vielfältigen Naturschutzaktivitäten zu präsentieren. Viele Gespräche, Anregungen und neue Kontakte - dafür haben wir gern eimal einen Sonntag in unserer Nachbargemeinde verbracht 

 

Unser Helfer-Team am NABU-Stand
Unser Helfer-Team am NABU-Stand

Wer hat Angst vorm Jakobs-Kreuzkraut?

Das intensiv gelb blühende Jakobskreuzkraut ist eine heimische Pflanzenart und eine wichtige Nahrungsquelle und Futterpflanze für Schmetterlinge und andere Insektenarten.

Regelmäßig zur Sommerszeit macht es Schlagzeilen: das wunderschön gelb blühende Jakobskreuzkraut (JKK), das uns in diesen Wochen auf Wiesen, Weiden oder an Wegrändern mit seiner auffälligen Farbenpracht erfreut.

 

Leider jedoch nicht jeden: Besonders Pferdehalter sind sauer auf diese heimische Pflanze, manche haben sogar Angst und rufen in ihrer Panik zu regelrechten Vernichtungsfeldzügen gegen das Wildkraut auf. Privatpersonen, Landschaftspflegevereine und sogar die Stiftung Naturschutz  folgen ihnen dabei und greifen zu Spaten und Mähwerk, um dieser "Plage" Herr zu werden (schnell wählt man dieses Etikett, wenn uns die Natur mal wieder stört).

 

Doch was ist wirklich dran am JKK? Hat uns die Natur mit dieser Pflanze wirklich eine böse Falle gestellt?

 

Tatsache ist, dass das heimische JKK ein Pflanzengift enthält - das Pyrrollezidin- Alkaloid. Es ist für Warmblüter (also z.B. Pferde, Kühe, Rehe, aber auch Menschen) nicht bekömmlich, ja sogar gefährlich.

 

Doch wer vergreift sich nun an dieser Pflanze? Wir Menschen nutzen sie mit Sicherheit nicht. Auch Bienenhonig ist im Normalfall kaum belastet, wie aktuelle Untersuchungen zeigen. Und die Tiere? Auch sie meiden normalerweise diese Pflanze, denn das JKK produziert nicht ohne Grund ein gefährliches Gift. Das bittere Alkaloid ist für die Pflanze eine Art Lebensversicherung. Ein sehr wirksamer Schutz gegen den unbändigen Appetit einer Heerschar von Pflanzenfressern .Gegen Mäuse, Hasen, Rehe, Elche, Wildpferde, Wisente und Auerochsen bis hin zu Flusspferden, Nashörnern und Elefanten. Sie alle haben in einer über Millionen von Jahren andauernden gemeinsamen Entwicklungszeit mit den Pflanzen gelernt, dass es nicht ratsam ist, einige von ihnen zu verspeisen. Sie meiden daher diese Pflanzen - also auch das JKK - daher schon instinktiv. Auch andere Pflanzen wie z.B. das Maiglöckchen, der Besenginster oder der Efeu haben diese wirkungsvolle Schutzstrategie im Laufe der Evolution entwickelt. Andere haben sich Dornen oder Stacheln wachsen lassen, um sich der ständig hungrigen Fressfeinde zu erwehren.

 

Doch all diese Erkenntnisse mögen denen keine Hilfe sein, deren Wiesenfläche plötzlich voll ist mit JKK, die aber unbedingt das Heu nutzen wollen für ihre Pferde oder Rinder. Pferde meiden wie gesagt  die lebendige Pflanze. Im getrockneten Heu verliert sich jedoch ihr bitterer Geruch und die Pferde fressen sie dann und können davon krank werden oder sogar sterben - je nach dem, wieviel sie gefressen haben.

 

Wie gelangt das JKK nun auf die Wiese? Die Pflanze ist angewiesen auf sog. Störstellen - also offenen Boden in der Grasnarbe. Nur dort kann sie keimen. Auf intensiv genutzten Heuwiesen ist sie daher selten, da die Grasnarbe durch Einsaat und intensive Pflege viel zu dicht für eine erfolgreiche Keimung ist. Daher gedeiht sie bevorzugt auf extensiv genutzten Wiesen, oft auch auf Naturschutzflächen, da hier offene  Bodenstellen noch eher auftreten können.

Das JKK beweist eine enorme Keimfähigkeit und die Samen haben eine Mindestkeimdauer von gut 25 Jahren.Für viele unserer heimischen Insektenarten hat sie enorme Bedeutung.

 

Schmetterlinge, Bienen und Hummeln laben sich gern an ihrem Nektar. Für die Raupen des Blutbären - einer hübschen Schmetterlingsart - sind die Blätter sogar Leibspeise.

 

Im Folgejahr kann das JKK dann aber plötzlich verschwunden sein oder sie wächst kaum noch wahrnehmbar nur an wenigen Stellen. Der Grund: einige Wissenschaftler vermuten Bodenmüdigkeit. Andere glauben an die eingespielte Regulationskraft der Natur. Mit der wachsenden Anzahl von JKK-Pflanzen können sich auch die natürlichen Gegenspieler wie z.B. der JKK-Flohkäfer oder der Kreuzkrautwickler stark vermehren und der Pflanze entsprechend zusetzen. Darüber hinaus sind bislang noch mindesten 38 weitere Fressfeinde des JKK bekannt.

 

Wir empfehlen daher, das JKK auf Heuwiesen, auf denen Futter für Pferde oder Kühe gewonnen wird,  zu entfernen. Möglicherweise sogar eine Neueinsaat vorzunehmen und anschließend eine sorgfältige Narbenpflege zu betreiben. An allen anderen Standorten kann und sollte das JKK weiter leben dürfen. Als wichtiger Nektarspender und Nahrungspflanze spielt das JKK eine wichtige Rolle in der heimischen Natur.

Windkraft - Todesstoß für den Artenschutz

16 dieser riesigen Windkraftanlagen zieren bald die derzeit noch vorhandene Idylle am Rande des Breitenburger Moores. Ihr Anblick dürfte sich zu einem weiteren Schandfleck in der Landschaft entwickeln. Sie werden in den kommenden Jahrzehnten aber vor allem zur Todesfalle für Zehntausende von Vögeln und Fledermäusen.

 

Der Artenschutz ist der eindeutige Verlierer einer unsensibel und dilettantisch durchgeführten Energiewende.

Fledermäuse müssen nicht unbedingt mit den Rotorblättern kollidieren. Allein der starke Unterdruck im Windschatten der Rotorblätter genügt, um ihnen die Lungen zu zerreißen.

Dieser Weißstorch hatte die Geschwindigkeit der Rotorblätter unterschätzt und wurde halbiert. Ein Schicksal, das er mit vielen Artgenossen teilt. Auch er zahlt den Preis für die Energiewende.


Lange haben wir gekämpft. Für ein großes Schutzgebiet im Norden des Kreises Pinneberg, an der Grenze zum Kreis Steinburg. Für die Grünlandniederung der Hörnerau, für das Breitenburger,- das Hohenfelder- und das Winselmoor. Haben sehr viel Geld für den Flächenankauf und die Biotopgestaltung investiert, um Kiebitz, Seeadler, Weißstorch und Kranich, um möglichst vielen Tieren und Pflanzen eine Überlebenschance zu geben.

 

Doch nun scheint das alles in Gefahr: hatte schon die immer intensiver betriebene Agrarindustrie unseren Schutzbemühungen deutliche Grenzen gesetzt, so drohen die Auswirkungen der Energiewende unsere Schutzgebiete jetzt mit voller Härte zu treffen.       16 (!) Riesenwindräder sollen in direkter Nachbarschaft zu den Naturschutzflächen auf dem Gemeindegebiet Rethwisch bei Lägerdorf auf die Wiesen gestellt werden. 16 monströse Bauwerke, die nicht nur eine weitere optische Beeinträchtigung der Landschaft bedeuten, sondern ein tödliche Gefahr darstellen für alles was fliegt.

 

Die dort noch lebenden, mit aufwändigen und teuren Schutzmaßnahmen geförderten Brutvögel wie Rotmilan, Seeadler oder Wiesenweihe, aber auch viele andere Vogelarten und Fledermäuse sind Windkraftanlagen dieser Dimension hilflos ausgeliefert. Die Evolution hat ihnen keine Chance gegeben, sich im Laufe von Millionen Jahren an derartige Bauwerkstypen anzupassen. Man vermutet, dass sie die drehenden Rotorblätter zwar optisch wahrnehmen, jedoch offenbar die enorm hohe Geschwindigkeit der Flügel unterschätzen. Sie werden erfasst und erschlagen, zertrümmert, halbiert oder amputiert und verenden elendlich am Boden. Immer mehr Totfunde unter den Rotoren belegen diese traurige Bilanz. Für die nachts fliegenden Zugvögel sind die Verluste bei Sturm, Regen oder Nebel umso größer. Anfliegenden Fledermäusen werden durch den Unterdruck an den Rotorblättern die Lungen zerrissen.

 

Kein Wunder also, dass bundesweit ein immer größerer Anteil an Vogelverlusten auf das Konto der von vielen so unkritisch hochgelobten Windmühlen geht.

 

Die vereinbarten Abstandsregelungen, die allein für den Seeadler über 3000 m bedeutet hätten, sind im Fall Rethwisch unter den Tisch gekehrt worden. Auch unsere Briefe an Regierung und Minister, unsere Gespräche in der Landesregierung und unsere Öffentlichkeitsarbeit haben leider keinerlei Wirkung erzielen können. Zu groß war wohl der Druck des ansässigen Holcim-Konzerns, der Gemeinde Rethwisch und einiger Landeigner - sie alle haben kein Interesse am Artenschutz - sie wollen Geld verdienen. Landschaftsbild und Artenschutz sind ihnen vollends egal.

 

Wut, Verbitterung und große Enttäuschung also in unseren Reihen. Enttäuschung vor allem über den grünen (!) Umweltminister Habeck, der sich um den Artenschutz so offenkundig wenig schert. Sein Ziel scheint es zu sein, unser Land in einen flächigen Industriestandort für Energiemais und Windkraftanlagen zu verwandeln. Unser Land als Energieproduzent für den Rest der Republik. Energie aus Wind und Biogas als neues Markenzeichen und Exportschlager für die kommenden Jahrzehnte.

 

Regierung und Opposition im Landtag klatschen in diesem Fall eifrig Beifall und demonstrieren dabei eindrucksvoll Ratlosigkeit und Überforderung bei der Einleitung zu einer akzeptablen und vor allem naturschonenden Form der Energiewende. Deutlicher kann man das Desinteresse an Landschaftsbild und Artenschutz nicht zur Kenntnis bringen!

 

Uns interessiert angesichts dieser desaströsen Bilanz vor allem die Frage, wem wir bei kommenden Wahlen noch Vertrauen geben und politische Verantwortung übertragen können?

 

  

Noch zieht der Seeadler stolz seine Kreise über den Niederungen und Mooren der Hörnerau. Stehen erst 16 gefährliche "Windschredder" in seinem Brutgebiet wird es damit vorbei sein.  Die "umweltfreundliche" Windkraft lässt grüßen

Der König der Nacht ist zurück

Dieser junge Uhu ist gerade von der Nistplattform abgesprungen, die wir ihm angeboten haben. Im Unterholz wird er bis zum Flüggewerden von seine Eltern weiter gefüttert

Europas größte Eule - der Uhu - ist wieder zurück bei uns.

 

Lange Zeit wurde ihm unerbittlich nachgestellt. Unsere Vorfahren sahen in ihm vor allem einen Nahrungskonkurrenten. Die Kaninchen, Enten und Tauben, die auf seinem Speisezettel stehen, wollten sie ihm nicht gönnen. Egoismus und engstirnige Missgunst  führten daher schließlich zur Ausrottung des Uhus in weiten Teilen unseres Landes.

 

Diese Zeiten sind zum Glück heute vorbei. Zwar gibt es immer noch kriminelle Geflügelzüchter und ewig gestrige Jäger, die ihm illegal nachstellen, aber der Uhu hat es trotzdem geschafft, viele seiner alten Reviere wieder zu besiedeln. Dies  sollte allerdings hauptsächlich durch menschliche Hilfe geschehen: Anfang der 1980er Jahre war es vor allem die sehr aktive Landesgruppe "Eulenschutz", der es gelang, in Gefangenschaft gezüchtete Uhus wieder in die Freiheit zu entlassen. Nach mittlerweile über 30 Jahren ist die Bilanz positiv: der König der Nacht siedelt wieder mit über 300 Paare in Schleswig-Holstein.

 

Aus der Gefahrenzone ist er damit jedoch nicht: der Straßenverkehr, Eisenbahnen und Stromleitungen fordern alljährlich viele Opfer. Äußerst fatal wirken sich zudem die vielen in den letzten Jahren  errichteten Windkraftanlagen aus, die eine zunehmend große Zahl der nächtlichen Jäger beim Anflug förmlich zerschreddern.  Daher bleibt es leider zweifelhaft, ob es dem Uhu gelingt, trotz der zunehmend großen, durch uns Menschen verursachten Gefahren bei uns zu überleben.

 

Wir vom NABU Elmshorn versuchen daher, unserer Großeule  zu helfen. Das Uhuweibchen legt im zeitigen Frühjahr. seine zwei bis vier Eier mit Vorliebe in Horste des Habichts oder des Mäusebussards. Findet er keine geeigneten Nester, brütet er einfach auf dem Boden. Um seine Brut nicht unnötigen Gefahren durch Fuchs oder Wildschwein auszusetzen, bauen wir ihm daher flache Brutkisten und befestigen diese in sicherer Höhe auf Bäumen  Gern nimmt er diese an und wir konnten zu unserer großen Freude in den letzten Jahren schon mehrfach erfolgreiche Bruten auf unseren Nisthilfen feststellen. 

 

 

Junge Uhus sind sehr wehrhaft. Bei Annäherung von Feinden wie Fuchs oder Dachs nehmen sie instinktiv eine Drohstellung ein oder werfen sich sogar auf den Rücken, um sich mit den scharfen Krallen wehren zu können..

Wer erfreut sich nicht an dieser Blumenpracht?

Blühende Margeriten am Wegesrand: eine Augenweide für uns Menschen aber auch Lebensraum und Nahrung für Bienen, Hummeln und Schmetterlinge.

Doch kein Erbarmen mit wilder Natur am Wegesrand

Kahlrasierte Wegränder in einer ohnehin schon verarmten Umwelt. Die letzten noch halbwegs natürlichen Strukturen werden gnadenlos beseitigt, weil die deutsche Ordnungswut es wohl so fordert.

 

Was soll das ?

Sind die Deutschen Blumenhasser?

 

Sicherlich nicht - wirst du sagen - sprechen die vielen schönen und bunten Geranien und Begonien auf dem Balkon oder die blühenden Rosen in den Gärten doch eher für das Gegenteil. Also - wir Deutschen sind doch eher Blumenfans

 

Doch gilt dies auch für draußen? Für die Wegsäume an Straßenrändern und Wegen? Für Äcker, Weiden und Wiesen?

 

Das was wir hier derzeit zu Gesicht bekommen ist leider ein trauriges und bedrückendes Szenario: Straßenränder, Wegränder, Banketten, Feldraine- ja selbst Gräben bis auf die Sohle beidseitig kahlrasiert und abgemäht. Keine Chance mehr für Margerite, Schafgarbe und Roten Klee. Vogelwicke und Mädesüß liegen verdorrt am Wegesrand oder auf dem Kompostplatz. Alles Blühende, was sich nach dem langen Winterhalbjahr hoffnungsvoll der Frühlingssonne entgegen streckte, ist geköpft und beseitigt und einem erbarmungslosen Holocaust zum Opfer gefallen.

 

Nachdem bereits Wiesen, Äcker und Felder der immer intensiver und rücksichtsloser betriebenen Agrarindustrie zum Opfer gefallen sind - Glyphosat und Nikotinoide haben hier ganze Arbeit geleistet -   waren Wegränder, Graben- und Feldsäume oftmals letzte Zufluchstätten für unsere Wildpflanzen. Weiderich, Weißer Klee oder Klappertopf präsentierten sich nicht nur als Augenweide für den Naturliebhaber ( die meisten unserer Landsleute bezeichnen sich als solche), sie stellen vor allem eine unverzichtbare Nahrungsquelle für eine große Vielzahl von Insekten, von Schmetterlingen, Hummeln, Laufkäfer und Bienen dar. Ihre Areale dienten häufig als letzte Lebensräume für unsere heimischen Frösche, Ringelnattern, Zwergmäuse und Eidechsen. Auch manche Lerche, mancher Baumpieper und manche Goldammer fanden hier noch willkommene Nistplätze und Nahrungsräume. Wegsäume und Feldränder stellen zudem enorm wichtige Verbundelemente dar, die vor allem von wenig mobilen Kleintieren als Ausbreitungskorridore genutzt werden können, um andere Areale zu erreichen und somit den für die Erhaltung der Art so wichtigen Genaustausch zu ermöglichen.

 

Das alles nun fällt jetzt einem seit ein paar Jahren zunehmend grassierenden Vernichtungsfeldzug gegen alles was am Wegesrand blüht und grünt gnadenlos zum Opfer.

Die Straßenmeistereien, die Umlandgemeinden Elmshorns, die Landwirte aber auch die Stadtgärtner haben die Natur am Straßenrand offenbar zum Staatsfeind Nr. 1 erklärt, dem  mit aller Macht und deutscher Gründlichkeit zu Leibe gerückt wird. Ein tolles Betätigungsfeld für den neuen schicken Mäher in einer Zeit, in der es offenbar keinen Raum für sinnvolle und dringendere Arbeiten gibt.

 

Blühende Wegränder stellen keine Gefahr dar für Menschen, sie gefährden ( vor allem an Feldwegen und Grabenrändern) den Verkehr nicht, bedrohen weder Arbeitsplätze noch die allgemeine Sicherheit. Sie sind einfach schön, abwechslungsreich und ungemein wichtig für den Naturhaushalt.

 

Der NABU fordert daher:

 

Schluss mit der unsinnigen, überflüssigen und schädlichen Mähpraxis an Weg-und Straßenrändern, an Feldsäumen und Gräben!

 

Solche Vernichtungsfeldzüge gehören nicht in unsere Natur - weder im Frühling noch im Sommer!

 

Ein Verschieben derartiger Maßnahmen auf den Herbst würde den Pflanzen die Samenreife ermöglichen und vielen Tieren das Leben retten.

 

 

 

 

 

 

Welche Gefahr geht von den blühenden Kornblumen am Straßenrand aus ?

Neue Nisthilfen für den Mauersegler

Die Nisthilfen werden unter einer Dachtraufe in mindestens fünf Meter Höhe angebracht.

Wir hoffen, dass die Mauersegler Gefallen an ihren neuen Wohnungen finden.

Man glaubt es kaum, aber der Mauersegler ist ein Verwandter der Kolibris. Im Gegensatz zu seinen tropischen Verwandten ernährt er sich allerdings ausschließlich von Fluginsekten, die er in reißendem Flug in der Luft erbeutet.

 

Fast das ganze Jahr hält er sich in Afrika auf. Nur für drei Monate kommt er zu uns. Wenn er Anfang Mai sein kreischendes "sriih" über den Häusern der Stadt ertönen lässt, dauert es nicht mehr lange, bis er sich auf Nistplatzsuche begibt, um dort seine zwei bis drei Eier abzulegen.

 

Allerdings hat er dabei zunehmend ein Problem: Fand er früher unter Dachziegeln, in Mauerritzen oder Fugen immer genügend Platz, um seine Jungen groß zu ziehen, machen wir es ihm heute immer schwerer mit der erfolgreichen Nistplatzsuche. Unsere Gebäude werden aus Energiespargründen saniert, die Dächer modernisiert und alle möglichen Kältebrücken am Gebäudebestand beseitigt.

 

Damit gehen dann leider auch die Nistmöglichkeiten für den eleganten Mückenjäger verloren. Manche Hausbesitzer sorgen allerdings dafür, dass er weiterhin Schlupflöcher im Gebäude findet und bringen mit der Sanierung gleich geeignete  Ersatznisthilfen an. Ein lobenswertes Unterfangen - wie wir meinen.

 

Doch auch der NABU bleibt nicht untätig. So am alten Klärwerksgelände an der Kruck, wo wir kürzlich die ersten neuen Nisthilfen angebracht haben. Weitere sollen im Herbst folgen. Doch wir müssen Geduld haben. Manchmal dauert es halt ein paar Jahre, ehe die Segler die Nisthilfen annehmen. Üben wir uns also in Geduld und warten wir es  ab.

Neues Feldgehölz in Kölln-Reisiek

Am Freitag, d. 15.04.2016 starten wir zur mittlerweile sechsten Pflanzaktion zusammen mit unseren Partnerschulen - dem Elsa-Brändström-Gymnasium in Elmshorn und der Gartenbaufachschule der Kreisberufschule Elmshorn.

 

Zusammen mit den 9.Jahrgängen der EBS wollen wir gut 500 einheimische Bäume und Sträucher pflanzen und diese gegen Wildverbiss mit einem Zaun schützen.

 

Wir erwarten etwa 100 Schülerinnen und Schüler, ihre Lehrkräfte, Elternvertreter sowie gut 20 Teilnehmer der Gartenbaufachschule. 

 

Wir vom NABU bereiten alles vor, so dass wir wahrscheinlich gegen Mittag die Aktion beenden können.

Wir hoffen natürlich auf angenehmes Wetter. 

Das Eindrücken der Zaunpfähle lassen wir von einem unserer Mitglieder mit dem Traktor machen.

Mit einer Spezialvorrichtung drückt er die Pfähle rasch und problemlos in die Erde, so dass wir nur noch den Spanndraht und den Maschendrahtzaun daran befestigen müssen.

Die 9.Jahrgänge mit zusammen gut 100 Schülerinnen und Schülern sowie gut 20 Auszubildende der Gartenbaufachschule helfen uns beim Pflanzen.

Die Pflanzen - vor allem Flatterulmen, Winterlinden und Hainbuchen - liefert die Baumschule Hoyer aus Bullenkuhlen.

Möglich, dass einige unserer Gäste zum ersten Mal in ihrem Leben einen Baum pflanzen.Es ist auch recht mühsam, durch die dicke Grasnarbe hindurch ein Loch zu schaufeln. Aber alle machen ihre Sache sehr gut.

Alte Pflanzinseln, die wir vor Jahren mit einem Zaun gegen Wildverbiss schützen mussten, können entfernt werden. Das kann anstrengend sein.Trotzdem gehen alle mit großer Einsatzbereitschaft  an die Sache..

 

Wir vom NABU Elmshorn bedanken uns für die große Hilfe und das erfreuliche Engagement unserer Helferinnen und Helfer aus beiden Schulen.

Stieglitz - Vogel des Jahres 2016

Du hörst in eher als dass du ihn siehst. Sein "stiglitt" erreicht dich meist aus Erlen oder Birken, oft aber auch vom Boden oder von Wegrainen, wo er Sämereien aller Art nascht.

 

Warum hat ihn unser Verband zum "Vogel des Jahres" 2016 erkoren ?" Nun - wie viele andere seiner Artgenossen ist er durch unseren Lebensstil und unsere Art zu wirtschaften und Natur zu nutzen in seinem Bestand arg zurückgegangen.

 

Er liebt Wildblumen und Kräuter, die er auf "wilden Weiden" und Wiesen, aber auch an Wegsäumen findet. Seine Leibspeise sind Distelsamen.

 

Doch diese Vorliebe wird ihm zunehmend zum Verhängnis: Der Landwirt mag keine Disteln auf seinen Wiesen und bekämpft diese, so dass diese Nahrungsquelle dann für den bunten Finkenvogel ausfällt. Und "wilde Weiden" findet er nur noch auf NABU-eigenen Arealen und auf Flächen der "Stiftung Naturschutz".

 

Doch auch an den Wegrändern und Feldwegen sucht er heute oft vergeblich, denn seit einigen Jahren hat  sich in den Umlandgemeinden Elmshorns eine für den Stieglitz aber auch für viele andere Tier-und Pflanzenarten fatale Unsitte breit gemacht: Säume und Wegränder werden zur Hauptblütezeit radikal abgemäht. Oft bis weit in die Grabenkanten hinein. Der Grund: es muss alles "schier" sein. Die deutsche Ordnungswut sieht in unkontrolliert vor sich hinwachsenden Wildblumen und Kräutern offenbar eine ernsthafte Bedrohung für das allgemeine Wohlbefinden und die Sicherheit.

 

Wir vom NABU Elmshorn halten das für vollkommen unnötig und widersinnig, denn blütenreiche Wegsäume an Feldwegen stellen oftmals letzte Refugien und Ausbreitungswege für unsere Kleintierfauna in den weitgehend leblosen Produktionswüsten der Umgebung dar, für Schmetterlinge, Wildbienen und Insekten. Und eben auch für den Stieglitz.

 

In der lokalen Presse haben wir diese umweltschädliche und naturzerstörende Vorgehensweise bereits oft angeprangert. Einsicht und Umkehr sind bislang nicht erkennbar. Hier hilft also offenbar nur ein striktes Mahdverbot für die Frühjahrs-und Sommerzeit, um zahlreichen Tier-und Pflanzenarten das Überleben in unserer Landschaft zu erleichtern.

Intensive und naturfeindliche Agrarwirtschaft - selbst die letzten Wildblumensäume fallen dem Mähbalken zum Opfer. Negativbeispiel: Seestermüher Esch

Welche Gefahren gehen von blütenreichen Wegsäumen aus? Sie sind Nahrungsraum für Bienen, Schmetterlinge und Käfer - und auch für den Stieglitz. Positivbeispiel: Heede-Grasenmoor

Trauriges Zeichen für "Ordnung" in der deutschen Agrarwirtschaft. Diese vom europäischen Steuerzahler mit alljährlichen Milliardenbeträgen geförderte stark industrialisierte Form der Lebensmittelerzeugung zerstört europaweit unser gemeinsames Naturerbe. Negativbeispiel: Groß Nordender Lander

Nisthilfen für Turmfalken

Der Turmfalke nistet gern in Gebäuden oder Nisthilfen, die wir vom NABU Elmshorn für ihn anbringen. Auch die Stromversorger Schleswig-Holstein Netz AG oder Tennet zeigen sich sehr kooperativ, wenn es darum geht, Nisthilfen in den Strommasten zu montieren. Der Turmfalke nimmt diese sehr gern an. Der Bruterfolg ist hier meistens sehr gut.

Der Turmfalke - ein etwa taubengroßer Greifvogel - ernährt sich hauptsächlich von Mäusen. Dabei steht er oft flügelschlagend in der Luft. Er "rüttelt", wie die Ornithologen sagen. Er brütet in Kirchtürmen, Scheunen, alten Gebäuden oder in freien, verlassenen Krähennestern. Seine Brut ist dabei oft gefährdet durch Feinde wie z.B. den Steinmarder, aber auch durch kalte und regnerische Witterung. In sicheren und geschützten Nisthilfen ist sein Bruterfolg dagegen meist besser. Deshalb bringt der NABU - in jeweiliger Absprache mit den Besitzern - sichere Nisthilfen an geeigneten Stellen an. So hilft uns z.B. die EON oder die Tennet beim Anbringen in E-Masten. Dort ist der Bruterfolg besonders groß.

Am 22.November- bei Schneeregen und ungemütlicher, nasser Kälte - haben wir eine Nisthilfe an einer Pappel in der Gemeinde Kollmar angebracht. Die Falken hatten hier in einer viel zu kleinen Baumhöhle gebrütet. Mal sehen, ob sie unsere attraktive Komfortwohnung im kommenden Jahr annehmen

Pressekonferenz des NABU Elmshorn

 

am 13.Oktober 2015 im Restaurant "Sibirien", Elmshorn


Thema: SuedLink - 2 x 800 km Freileitungen von der Elbmündung bis nach Bayern- quer zur Vogelzuglinie - quer durch die Elbmarschen


Referent : Dipl.Wirtsch.Ing. Ingo Rennert

 

Die Resonanz der regionalen Presse findest du im Anhang

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Alarmstufe Rot für unsere Knicks

Die Vermehrung der "Späten Traubenkirsche" geschieht über Beeren, die von Vögeln verbreitet werden


 

Knicks gibt es bei uns in Schleswig-Holstein seit fast 250 Jahren. Auf Geheiß des damaligen dänischen Königs wurden sie gegen Ende des 18.Jahrhunderts angelegt. Sie sollten die jeweiligen Grenzen der den Bauern neu zugewiesenen Grundstücke markieren.

 

Die meist von zwei Gräben flankierten, ca. 1,00 m hohen, bepflanzten  Erdwälle entwickelten sich im Laufe der Jahre zu ökologisch wertvollen Lebensadern, die in einer Gesamtlänge von ca. 75.000 km unser Land durchzogen.

 

Die heute noch vorhandenen ca. 45.000 km sind Heimat vieler Singvogelarten, von Wildbienen, Schmetterlingen,Kleinsäugern und Reptilien geworden.Kurzum zu ungemein wertvollen Zufluchsstätten unserer Wildtiere in einer sonst weitgehend lebensfeindlichen Umwelt.

 

Einer maschinengerechten Landwirtschaft sind die Knicks häufig im Wege gewesen und wurden beseitigt.Auch zu dichtes Heranpflügen an den Knickfuß ist nicht unbedingt förderlich genauso wenig wie das seitliche Putzen der Knickränder.Das fachgerechte Stutzen im 7-10-jährigen Rhythmus erfordert viel Zeit und Aufwand, den viele nicht mehr aufbringen möchten.

 

All dies sind ernstzunehmende Gefahren, die die Existenz der heute streng geschützen Knicks wohl aber nicht dauerhaft gefährden.Eine solche Gefahr droht jedoch von anderer Seite: eine Pflanze aus Nordamerika - die Späte Traubenkirsche (Prunus serotina) - hat es geschafft, in einer Art "Blitzkrieg" unsere Knicks, aber auch Binnendünen, Moore, Heiden, Gehölze, Parks und Wälder zu erobern. Mit schier unbegrenzter Vitalität und enormer Wuchskraft überwuchert sie  Kräuter-und Gräser und rasch auch die heimischen Bäume und Sträucher wie Hasel, Holunder, Eberesche oder Weißdorn. Zuletzt ragen nur noch die älteren Eichenüberhälter heraus. Der Knick ist ökologisch praktisch tot. Kaum ein Vogel, kaum ein Schmetterling oder eine Biene sind noch zu sehen. An den glatten, glänzenden, tiefgrünen Blättern der "Amerikanischen Kirsche" kann sich kein Insekt festhalten. Kein Tier frisst die Blätter oder Zweige dieser Pflanze. Sie kann konkurrenzlos Feld und Flur erobern.Ihre Ausbreitungskraft bedroht massiv unsere letzten natürlichen Strukturen bei uns im Kreis Pinneberg.Alle Gemeinden und Städte sind mittlerweile befallen. Ganz schlimm sieht es bereits aus in Appen (Tävsmoor und Bundeswehrübungsgebiet), in Heist, Holm, Langeln oder Hemdingen. Aber auch dem Staatsforst in Lutzhorn, Langes Tannen in Uetersen oder dem Stadtpark Lieth in Elmshorn droht die ökologische Katastrophe.

 

Der NABU in Elmshorn wehrt sich seit Jahren gegen diese menschengemachte, verhängnisvolle Verfälschung der heimischen Flora. Erfolgreiche Bekämpfungsaktionen laufen bereits z.B. auf dem "Alten Bahndamm" in Elmshorn, im Krückaupark, in den Gemeinden Raa-Besenbek und Kölln-Reisiek oder im Breitenburger Moor.Mittlerweile geht ein Großteil der ehrenamtlich geleisteten Arbeitsstunden auf der Konto der Bekämpfungsaktionen.Unterstützung erhalten wir jetzt möglicherweise im kommenden Herbst von der Gemeinde Klein Nordende und dem Betreuungsverein "Liether Moor", um die dortigen Infektionsquellen von Prunus serotina zu beseitigen.

 

Leider wird von vielen das Problem der Neophyten nicht so richtig wahrgenommen. Wir haben jedoch die Erfahrung gemacht, dass sich bei entsprechender Aufklärung viele überzeugen lassen, aktiv zu werden.

 

Bekämpfungsaktionen müssen nach unserer Auffassung am besten gemeindebezogen organisiert werden. Beginnen sollten sie am besten heute, denn vielerorts ist der Aufwand bereits jetzt immens - aber letztendlich überschaubar.Das Schlimme ist jedoch, dass mit jedem Jahr der Verzögerung, mit jedem Achselzucken, mit jedem Abwiegeln oder "da kann man ja doch nichts machen", das Problem nicht beseitigt ist sondern sich weiter verstärkt und die Kosten ins Unermessliche steigen.. In wenigen Jahren wären dann auch die letzten Reste unserer Restnatur verschwunden.

 

Wenn wir das nicht wollen, müssen wir handeln - jetzt!

 


In wenigen Jahren nur überwuchert die "Späte Traubenkirsche" alle heimischen Kräuter, Bäume und Sträucher, Der Knick ist zwar satt grün, aber ökologisch tot.

Hier stand einmal ein Knick mit Pfaffenhütchen, Wildrosen, Ebereschen und Hasel. Jetzt hat die "Amerikanische Kirsche in kurzer Zeit alles überwuchert. Hier kann nichts mehr leben. 

Stacheldraht - tödliche Falle für Vögel

Eine schlimme Entdeckung machte unser Mitarbeiter kürzlich im Hohenfelder Moor: ein Mäusebussard hing hilflos zappelnd im Stacheldraht einer Viehkoppel. Mit seinem Flügel hatte er sich in den spitzen Zinken verfangen. Die Zinken hatten sich zwischen Flügelknochen und Sehnen gebohrt, so dass sich der Vogel nicht mehr befreien konnte. Ein qualvoller Tod auf Raten schien dem Vogel bevorzustehen und nur durch Zufall wurde er entdeckt, an einer Stelle, die kaum einmal ein Mensch betritt.

 

Wie lange er dort schon gehangen haben mag, ist unbekannt. Jedoch hatten sich bereits Fliegenmaden in der offenen Wunde festgesetzt. Der Vogel wurde vorsichtig aus dem stromführenden Draht geschnitten und sofort zur Wildtierstation nach Sparrieshoop gebracht.

 

Dort konnte er sogleich behutsam versorgt und gepflegt werden. Der Stacheldraht wurde vorsichtig aus seinem Flügel entfernt. Ob er jemals wieder fliegen wird, steht bis heute (19.06.15) noch nicht fest.

 

Anlässlich des Tages der "Offenen Tür" am 14.06.16 wurde der Pflegling von Christian Erdmann, dem Stationsleiter, den Besuchern vorgestellt .

 

Zum Glück kommen derartige Unfälle nicht allzu häufig vor. Aber sie passieren. Deshalb hat der NABU auf seinen verpachteten Wiesenflächen die Verwendung von Elektro-Glattdraht oder Kordeln zur Auflage gemacht. Dieser ist für anfliegende Vögel nicht so gefährlich. Sollte trotzdem einmal Stacheldraht Verwendung finden müssen (weil Tiere ständig ausbrechen), dann umwickelt der NABU diesen mit hellem Litzenband, so dass er von den Vögeln gut gesehen  und Unfälle vermieden werden können.

Heute am 21.06.16 mussten wir leider erfahren, dass der Bussard eingeschläfert wurde. Er hat es wohl nicht geschafft, trotz aufwändiger Pflege wieder zu regenerieren. Dankeschön trotzdem an die Helfer und Helferinnen der Wildtierstation!

Stacheldraht kann zur tödlichen Falle für Vögel werden. Um Unfälle zu vermeiden, kann man den Stacheldraht sichtbar machen, Litzenband oder Glattdraht verwenden.

Ein weiteres trauriges Beispiel: hier in Raa hat kürzlich eine Rabenkrähe einen qualvollen Tod erlitten

Toller Erfolg für den Artenschutz im Krückautal  !

Schon zum dritten Mal brütet der Eisvogel in einer künstlichen Wand, die unsere kindergruppe und ihre Gruppenleiter gebaut haben.

 

Der Eisvogel erbeutet in unserem Projektraum Krückau-Offenau kleine Fische und Insekten, die er in seine von ihm selbst gegrabene Höhle in der Kunstwand trägt.Gibt es genügend Beute, dann sitzt das Weibchen oft schon wieder auf einem neuen Gelege, während das Männchen die Jungen der ersten Brut füttert und zum Ausfliegen bringt. Mit diesem Verhalten kompensiert die Art die enormen Verluste, die ihr in strengen Wintern drohen, wenn alle Gewässer zugefroren sind und die Fische damit unerrreichbr bleiben.

 

Wir sind sehr stolz auf diesen großartigen Erfolg und freuen uns über den "fliegenden Edelstein", wenn er im raschen Flug dicht über die Wasseroberfläche schießt.

 

Der Eisvogel ist eine Indikatorart für saubere und fischreiche Gewässer. Obwohl Krückau und Offenau noch immer weit von einem natürlichen Zustand entfernt sind - Fische gibt es offenbar schon wieder reichlich.

 

Dass die Natur auf den NABU-Flächen im Krückautal ein bisschen wieder Luft holen kann, beweisen zudem auch die Vorkommen anderer seltener Vogelarten wie Sumpfrohrsänger, Goldammer, Schwarzkehlchen, Neuntöter und - erstmals in diesem Jahr - auch des schmucken Blaukehlchens. Alle diese Arten zeigen uns: wir sind auf dem richtigen Weg.

Der "fliegende Edelstein" an der Krückau

Auch der Neuntöter - typischer Bewohner halboffener Weidelandschaften- gehört zu den Gewinnern auf unseren Projektflächen im Krückautal

Fotos: Claus Dammann



Fotos: H.H.Dürnberg

Energiewende ja - aber nicht zu jedem Preis!

Die Energiewende lässt grüßen! Sollen Landschaft, Vögel und Umwelt wirklich diesen Preis zahlen? Ist das unser Bild von Heimat?


Wir vom NABU sagen eindeutig "Nein" zu dieser gigantischen Verschandelung, zumal es mit der Erdverkabelung verträgliche Alternativen gibt.

Die ersten Störche sind nun auch bei uns als Opfer von Windkraftanlagen zu beklagen. Sie sind keine Gewinner der Energiewende. Sie gehören im Gegenteil zu den seltensten Vögeln unserer Region. Und gerade sie trifft es. Waren vorher schon Stromleitungen oder ungesicherte Leitungsmasten mit hochstehenden Isolatoren Todesfallen für unsere Vögel, so kommen jetzt auch die schnell drehenden Windrotoren dazu.


Wir vom NABU fordern daher, Windrotoren technisch so umzurüsten, dass keine Vögel mehr als Opfer zu beklagen sind. Technisch muss es doch Möglichkeiten geben! Das sollten unsere letzten Großvögel uns doch wert sein!


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Der Umweltminister Dr. Robert Habeck beklagt in seinem aktuellen Bericht zur Lage des Artenschutzes den anhaltend bedrohlichen Rückgang von Tieren und Pflanzen in unserem Land. Seine bisherigen Verdienste um den Naturschutz bei uns sind sicherlich unbestritten. Konsequentes Handeln erwarten wir vom ihm allerdings auch weiterhin: die Abschaffung der Stellnetzfischerei, die Tausenden von Wasservögeln und Meeresssäugern das Leben kostet. Die Verhinderung von Windkraftanlagen in Vorrangräumen für Naturschutz - sie zerschreddern unsere letzten Adler, Störche und Milane und dokumentieren Verluste, die dem maßlosen Ausbau der Windmühlen endlich Grenzen setzen müssen. Die konsequente Anwendung der Vollverkabelung der neuen Mega-Stromleitungen des Projekts SuedLink, denn diese dürften weiteren Tausenden von Vögeln das Leben kosten und das Landschaftsbild für Jahrzehnte dominieren. Weitere lohnende Betätigungsfelder für einen ambitionierten Umweltminister.


Dieser Weißstorch hat die enorm hohe Geschwindigkeit der Rotorblätter einer Windmühle unterschätzt. So wie er fallen Tausende von Vögeln und sogar Fledermäusen dem Ausbau der Energiewende zum Opfer.

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NABU Elmshorn warnt vor neuen Mega-Freileitungen durch die Marsch

Wir vom NABU Elmshorn sehen uns veranlasst, die regionale Öffentlichkeit erneut zu informieren, um nochmals eindringlich vor der Errichtung zweier weiterer riesiger Mega-Stromleitungen mitten durch die Elbmarschen und westlich am Stadtrand Elmshorns vorbei zu warnen. Gigantische Export-Trassen als angeblich einzige Alternative, den im Land produzierten Windstrom in die energiehungrigen Industriestandorte im Süden der Republik zu befördern.

Der Preis, den die Bevölkerung entlang der über 800 km langen Leitungen zu zahlen hat, ist eine enorme Verschandelung des Landschaftsbildes, die über viele Jahrzehnte das Lebensumfeld der Bevölkerung optisch dominiert und nebenbei alljährlich Tausenden von Vögeln das Leben kostet.

 

Dabei gibt es mit der Erdverkabelung eine absolut umweltfreundliche und ökonomisch akzeptable Alternative.  Leider erweist sich das von einem grünen Umweltminister in Kiel geführte Ministerium als vollkommen resistent und profiliert sich fröhlich als engagierter Befürworter einer überkommenen und desaströsen Technologie .Dabei hatten gerade die Naturschutzverbände anfangs große Hoffnungen auf eine Energiewende ohne gravierende Kollateralschäden gesetzt. Eine weitere Enttäuschung für den Naturschutz, aber Ansporn unseren Kampf gegen dieses rücksichtslose und umweltschädliche Vorhaben fortzusetzen.

 

Lies dazu den aktuellen Artikel in der "Holsteiner Allgemeinen Zeitung" v. 21.01.2015

beigefügt.

 

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Anlässlich einer Informationsveranstaltung in Moorege am 04.September 2014 stellt der international tätige Netzbetreiber Tennet die Pläne für zwei neue über 800 km lange Mega-Freileitungen vor (Projekt Süd-Link), die an Elmshorn vorbei durch die Marsch verlaufen sollen.

 

Seitens des Naturschutzes stellen diese ein enorm gefährliches Flughinderniss für alle Vogelarten dar, die Tausende von Anflugopfern pro Jahr fordern würden.Die Landschaft wäre noch stärker als bisher schon verdrahtet und mit weiteren "Metallgardinen" unübersehbar verunziert.

 

Der NABU stellt mit Verwunderung fest, dass der Landesenergie-und Umweltminister Robert Habeck (Grüne) diesen Preis zu zahlen bereit ist und einer sich anbietenden preiswerten und umweltfreundlichen Erdverkabelung die kalte Schulter zeigt.

 

Ein erster Leserbrief zu dieser für uns alle sehr unerfreulichen und bedrohlichen Entwicklung in den "Elmshorner Nachrichten" v. 13.09.2014 im Anhang

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Entscheidenden Einfluss auf den Bau und die Form der neuen Stromleitungen hat der Minister für Energiewende, Landwirtschaft und Umwelt in Schleswig-Holstein, Herr Dr. Robert Habeck.

 

Bisher hat er sich als vehementer Gegner einer Erdverkabelung neuer Leitungen profiliert. Eine Haltung, die wir vom NABU Elmshorn, die sich besonders davon betroffen sehen, so gar nicht nachvollziehen können. Eine Haltung, die uns erschrocken macht, ob der offenkundigen Gleichgültigkeit unseren Argumenten gegenüber und vor allem darüber, dass man seitens der Landesregierung den Argumenten eines internationalen Stromversorgers mehr Gewicht beimisst als dem sicheren Verlust Abertausender Zugvögel, die jährlich elendlich an den überdimensionierten Drahtgardinen zu Tode kommen.Die weitere Verschandelung der Landschaft wird als beiläufiger Kollateralschaden achselzuckend zur Kenntnis genommen.

 

Wir vom NABU Elmshorn haben dem Minister trotz aller Skepsis ihm gegenüber einen Brief geschrieben, weil wir schlichtweg nichts unversucht lassen wollen, dieses unheilvolle Projekt so in der geplanten Ausführung zu verhindern.

 

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